Otto-Lilienthal-Verein Stölln e.V.

Der Traum vom Fliegen

 

Pressemitteilung

 

Das Otto-Lilienthal-Fest auf dem Stöllner Gollenberg

 
  1. geschrieben von Norbert Stein, Monday, August 10, 2009
    Märkische Allgemeine

     

VERANSTALTUNG: Im Doppeldecker übers Ländchen

STÖLLN - Der Ausbau der alten Stöllner Brennerei zum Lilienthal-Centrum wird in Zukunft von Marie und Gustav überwacht. Ihre Aufsichtspflicht werden sie aus einem Nest nachkommen, dass sie in diesem Jahr auf einem Mast neben der alten Brennerei bezogen haben.

Marie und Gustav sind ein Storchenpaar. Getauft wurden sie am Samstag beim diesjährigen Stöllner Otto-Lilienthal-Fest. Zur Findung der Namen hatte im Vorfeld des Festes der Otto-Lilienthal-Verein einen Wettbewerb ausgelobt. Insgesamt 60 Vorschläge waren eingereicht worden. Eine Jury nahm die Auswahl vor und entschied sich für die Vornamen von Otto Lilienthals Schwester und Bruder. Vorgeschlagen worden waren die Namen von Patric Hoffmann aus Viersen.

Störche können weit und gut fliegen. Für Otto Lilienthal gehörten sie zu den Vorbildern für seine erfolgreichen Flugversuche auf dem Stöllner Gollenberg. Am 9. August 1896 verunglückte Lilienthal bei einem Flugversuch tödlich. Gemeinde, Vereine und Flugenthusiasten gedachten am Samstag des tragischen Ereignisses mit einer Kranzniederlegung am Gedenkstein auf dem Gollenberg.

In seiner Gedenkrede erinnerte der Berliner Luftfahrtpublizist Joachim Grenzhöfer an Otto Lilienthals Flugversuche auf dem Gollenberg und mahnte, dessen Leistungen als Pionier des Menschenfluges zu bewahren. In Stölln leiste man dazu einen würdigen Beitrag, sagte Grenzhöfer im Beisein des stellvertretenden Havelland-Landrates Henning Kellner und von Rhinows Amtsdirektor Gerd Jendretzky.

Die Kranzniederlegung an der Absturzstelle des Flugpioniers auf dem Gollenberg war der Auftakt zum diesjährigen Stöllner Otto-Lilienthal-Fest. Zu dessen Gästen gehörte auch Peter Bley. Am 23. Oktober 2009 jährt sich der 20. Jahrestag, an dem Dieter Kallbach mit einer spektakulären Leistung eine IL62 sicher auf dem Gollenberg zur Landung brachte. Bley war Kallbachs Co-Pilot gewesen.

Und so gab es am Samstag allerhand zu feiern rund um die Lady. Viele Lenkdrachen schwebten über dem Gollenberg und sorgten schon von weitem für ein farbenfrohes Bild. Motorflieger zeigten Kunststücke am Himmel. Aus Neustadt-Glewe war Johann Root mit einer Antonov-2 gekommen. Mit dem Doppeldeckerflugzeug startete er mit Gästen an Bord zu Rundflügen übers Ländchen Rhinow. Segelflieger zogen ihre Kreise und sorgten ebenfalls in luftiger Höhe für Fliegeratmosphäre.

Aber auch auf dem festen Boden des Gollenberges hatten Gemeinde, Otto-Lilienthal-Verein und Flugsportverein als gemeinsame Gastgeber für ein buntes Programm gesorgt. Dazu gehörten die Auftritte von Line-Dancern und Jagdhornbläsern, wie auch Vorführungen von historischen Handwerkskünsten und Schaubuttern. Am Abend zum Tanz unter der Lady Agnes sorgte Anja Thurm mit Lichtkunst und Showprogramm für einen weiteren Höhepunkt des diesjährigen Lilienthal-Festes.