Startgeld für alte Brennerei
Staatssekretär überbrachte Förderscheck für das Lilienthal-Centrum
Das Land Brandenburg fördert aus seinem Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum den Umbau der alten Stöllner Brennerei zum Lilienthal-Centrum mit 1,4 Millionen Euro. Einen Förderscheck in dieser Höhe überbrachte am Donnerstag Dietmar Schulze, Staatssekretär des Landwirtschaftsministeriums, dem Stöllner Otto-Lilienthal-Verein. Die Gesamtinvestition für das Vorhaben beträgt 1,8 Millionen Euro. Die Fördermodalitäten drängen zur Eile. Im Sommer soll Baubeginn sein. Bereits Ende 2010 will man das Lilienthal-Centrum eröffnen. In Stölln erfolgt also ein erster Schritt zur Umsetzung die Bundesgartenschau 2015 flankierender Maßnahmen. Entsprechend groß war das öffentliche Interesse an der Veranstaltung in der Gaststätte "Zum 1. Flieger". Der Gollenberg, auf dem Lilienthal seine ersten erfolgreichen Flugversuche startete, und die IL-62 als Museum locken jährlich etwa 20.000 Besucher nach Stölln. "Wir haben hier den ältesten Flugplatz der Welt, und mit dem Lilienthal-Centrum werden noch viel mehr Besucher und Touristen zu uns kommen", sagte ein frohgelaunter Horst Schwenzer, Vorsitzender des Otto-Lilienthal- Vereins. Bereits 1999 entwickelte der Verein erste Konzepte zum Umbau der alten Brennerei zum Lilienthal-Centrum. Bis zur Übergabe des Förderschecks am Donnerstag war es ein langer und steiniger Weg, der von Planänderungen, Gründung einer Betreibergesellschaft und vielem mehr geprägt war. Die Stöllner haben sich von diesem Weg nicht abbringen lassen. Wie und wofür man das Geld nun verbauen möchte, erläuterte Wolfgang Nitsche, zweiter Vorsitzender des Lilienthal-Vereins, in fünf Minuten. Neben einem Mehrzweckraum soll die alte Brennerei einmal einen Shop, ein Café und ein Museum mit einer Ausstellung alter Flugmodelle beherbergen.