Freie Sicht gewünscht
Stölln beteiligt sich mit einem Fliegerpark an der BUGA 2015 / erste Pläne liegen vor
Mit einem so genannten Fliegerpark wollen sich die Gemeinde Stölln und das Amt Rhinow an der Bundesgartenschau 2015 beteiligen. Zugegeben, der kleine Ort ist nicht wirklich am "Blauen Band der Havel" gelegen. Dennoch will der Otto-Lilienthal-Verein in Zusammenarbeit mit der Gemeinde und dem Amt dafür sorgen, dass Stölln zu einem Anziehungspunkt für die Besucher wird. Immerhin hat die Gemeinde einiges zu bieten. So gehört zum Fliegerpark unter anderem die zu einem Museum umgebaute IL-62, der Gollenberg mit seinen Skulpturen, die an Flugpionier Otto Lilienthal erinnern und nicht zuletzt auch der älteste Flugplatz der Welt. Im nächsten Jahr soll noch das Lilienthal-Centrum hinzu kommen, an dem nun nach der Übergabe des Fördermittelbescheids im Januar die Bauarbeiten beginnen.
Ein Grundriss für die Gestaltung des Areals am Gollenberg liegt der Gemeinde bereits vor, wie Horst Schwenzer, Vorsitzender des Otto-Lilienthal-Vereins, zu berichten weiß. Danach sollen unter anderem Hainbuchen die Straße zur IL-62 säumen. Außerdem sind ein Bus- sowie ein PKW-Parkplatz geplant. Ein Cateringzelt mit Terrasse und Blick auf eine Blumenwiese soll nahe des Flugzeugs aufgebaut werden. Hinzu kommt ein an die Leine gelegter Heißluftballon, der den Besuchern einen Überblick über das Gebiet gewährt.
Ginge es nach dem Willen des Vereins, so könnte man diesen Ausblick auch direkt vom Gollenberg aus genießen. Von hier aus unternahm Lilienthal in den 1890-er Jahren seine legendären Flugversuche. Damals war der Gollenberg allerdings noch unbewaldet. "Das wichtigste Ziel für uns ist es, Schneisen vom Gollenberg ins Tal zu schlagen", so Vereinsmitglied Kathleen Brückner. Nur so könne man den Besuchern begreiflich machen, wie Lilienthal einst von diesem Berg zu seinen Flugversuchen abhob, ergänzt Schwenzer. Immer wieder hätten Besucher den Wunsch geäußert, man möge doch für eine freie Sicht sorgen. Ob dieser Wunsch bis zur BUGA 2015 erfüllt wird, darüber muss nun die Forstwirtschaft entscheiden. Der Verein ist jedenfalls bereit, eine Aufforstung an anderer Stelle vorzunehmen.