Konzept der Ausstellung im Lilienthal-Centrum

Die Ausstellungsgestaltung wurde öffentlich ausgeschrieben. Acht Bewerbungen gingen beim Architekten ein. Eine Expertenjury entschied, den Auftrag zur Gestaltung des Lilienthal-Centrums an Donald Becker zu vergeben.

Das zukünftige Centrum hat er in drei große Ausstellungskomplexe mit mehreren Nebenschauplätzen untergliedert. Vorbei an einem Café und Shop, kommt der Besucher ins Aviarium, wo sich der erste Ausstellungsteil zunächst der Natur als Inspiration der Wissenschaft des Fliegens widmet. In einem fünf Meter großen Rahmen soll die Vorbildwirkung der Vögel für die Fliegerei deutlich werden. Im Aviarium soll die Rolle Otto Lilienthals als Naturforscher deutlich werden.

Der zweite große Ausstellungskomplex soll im Hauptteil der alten Brennerei zu sehen sein. Donald Becker hat ihn als „Werkstatt“ betitelt. Neben einem gewölbten Fluggleiter werden hier 15 nachgebildete Flugmodelle von Lilienthal zu sehen sein. Bei seinem weiteren Rundgang durch die Werkstatt soll der Besucher acht großformatige Bilder zu sehen bekommen, die Lilienthal in Stölln und Rhinow in Aktion zeigen. Dazu kommen, wie in der gesamten Ausstellung auch, immer wieder technische Erläuterungen, Zeichnungen und Bilder.

Auf den Weg von der Werkstatt in den neuen Anbau als drittem großen Komplex soll der Besucher Bekanntschaft machen mit Otto Lilienthal als Fabrikant, Erfinder und Theatermacher, aber auch mit seinem Bruder Gustav. Vorbei an einer großen schwarzen Bildtafel, die Lilienthals Absturz und seine letzten Lebensstunden symbolisiert, gelangt der Besucher in den Anbau, wo er in die Geschichte der Luftfahrt verführt werden soll – vom chinesischen Drachenflug über die Ballonfahrt und Helikopter bis in die Gegenwart. Zwei große Modelle, nämlich ein Flieger mit sieben Metern Spannweite und ein zwei Meter hoher Doppeldecker, werden als imposante Ausstellungsstücke durch den Raum schweben.

An neun Stationen kann der Besucher Hebel bedienen, um verschiedene Modelle aufzupoppen. Vor seinen Augen bauen sich die Modelle samt technischen Erläuterungen auf und werden sicherlich noch einmal für viele Fliegeremotionen am Ende des Rundgangs sorgen.