Antaris steigt auch 2012

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Veranstalter Uwe Siebert denkt bereits über die Zeit nach 2012 nach. Allerdings eher pragmatisch. Denn der Erfinder des hoch und weit leuchtenden Tanz-Musik-Spektakels mit tausenden Besuchern aus aller Welt würde am liebsten schon die Party für 2013 anmelden. Dem versagten sich aber die Gollenberger Gemeindevertreter am Dienstagabend. Wohl aber gaben sie „grünes Licht“ für Antaris 2012.

Wie von Siebert beantragt, kann im kommenden Jahr das Festival vom 13. bis 16. Juli am Stöllner Gollenberg stattfinden. Jetzt kann er mit den notwendigen Vorbereitungen beginnen, Verträge mit DJs und Schaustellern unterzeichnen. Statt eines Doppelpacks, wie vom Veranstalter angeregt, also die Genehmigungen für 2012 und 2013 in einem Abwasch, wollen die Abgeordneten erst die Party des nächsten Jahres abwarten.

Für Auf- und Abbauarbeiten im nächsten Jahr räumt die Gemeinde elf Tage ein. Am 19. Juli muss das Veranstaltungsgelände im ordentlichen Zustand an den Flugsportverein „Otto Lilienthal“ und die Gemeinde wieder übergeben werden. Noch vor einigen Wochen lehnte der Verein den 19. Juli als Übergabetermin ab. Denn er hat sich um die Ausrichtung der Deutschen Jugendsegelfliegermeisterschaften 2012 beworben und sieht gute Chancen, den Zuschlag zu erhalten.

Die Meisterschaften werden vom 21. Juli bis 5. August ausgetragen. Die Zeit von der Übergabe durch den Antaris-Veranstalter bis zur Eröffnung des möglichen Sportereignisses würde nicht ausreichen, hatten Vertreter des Flugsportvereins bisher erklärt. Deshalb hatte die Gemeindevertretung ihre im Oktober geplante Antaris-Entscheidung vertagt. Nun lag ihnen ein Schreiben des Flugsportvereins vor, in dem man Konsens vortrug. Nach Beratungen zwischen den Sport- und Musikfreunden ist jetzt klar, dass die Zeit vom 19. Juli an genügen soll.

Der Gemeinde wäre ein satter finanzieller Happen entgangen. Für die 2011-er Party überwies der Antaris-Macher 6.500 Euro auf das Gemeindekonto. Das Geld ist mehreren Vereinen und der Stöllner Kita zugute gekommen, zudem wurden 2.500 Euro zur Finanzierung des diesjährigen Lilienthalfestes verwendet. Die Gemeinde rechnet auch 2012 mit einer Antaris-Zuwendung. Hätte sie die Idee Sieberts aufgegriffen, wäre der Geldsegen auch schon für 2013 so gut wie sicher gewesen.

Dank des Publikums aus Europa und Übersee kommen Lilienthal, der Gollenberg, Stölln, das Ländchen Rhinow und das gesamte Westhavelland groß raus. Die Tourismusförderer haben dieses Potenzial noch nicht für sich erkannt. Indes startete der Kartenvorverkauf für das nächste Antaris-Project am 1. Dezember.

„Wie versprochen erhöhen wir auch diesmal nicht die Preise, als Dankeschön für eure Mithilfe beim Sauberhalten des Platzes (bis auf einige sehr negative Ausnahmen …)“, so der Veranstalter auf den achtsprachigen Internetseiten auf www.antaris-project.de, die nur für die alljährliche Partywerbung genutzt werden. Bislang wurde der Webauftritt mehr als 760.000 Mal aufgerufen. Einzig die Rhinower Feuerwehr und der Otto-Lilienthal-Verein sind bisher mit der Antaris-Welt verlinkt.

geschrieben von René Wernitz

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