Ein Schweif aus Blumen

Märkische Allgemeine

Am Gollenberg soll die Lady Agnes einen langen bunten Kondensstreifen bekommen

Die Klarstellung kommt gleich am Anfang: „Das Ländlich Rhinow“, sagt Amtsdirektor Jens Aasmann, „ist ja nicht in erster Linie Erlebnisraum, sondern einer der Standorte der Bundesgartenschau 2015“. In der Tat. Am Gollenberg wird kräftig investiert: Für 1,75 Millionen Euro entsteht im Ort das Otto-Lilienthal-Zentrum. Auch das Umfeld der Lady Agnes wird in den kommenden Jahren noch einmal erheblich verschönert. „Mit der Zufahrt zum Fliegerpark werden wir noch in diesem Jahr beginnen“, sagt Aasmann. In den kommenden fünf Jahren werden dann noch der Parkplatz erweitert, ein Spielplatz entstehen und ein kleines Café auf der dann eingezäunten Ausstellungsfläche. Wie es sich für einen richtigen Buga-Standort gehört, darf auch ein großes Blumenbeet nicht fehlen: „ Hinter dem Heck der Lady Agnes wird ein großes Dahlienbeet angelegt und mit anderen Blumen ergänzt“, so der Amtsdirektor. Die bunte Blütenpracht hinter dem Flugzeug soll an Kondensstreifen erinnern. Auch sonst wird sich am Gollenberg zur Buga alles ums Fliegen und um den Flugpionier Otto Lilienthal drehen, der dort 1896 bei einem seiner Flugversuche tödlich verunglückte. „Buga von oben“ ist eines der Schlagwörter für den Fliegerpark. Die Besucher sollen die Möglichkeit zu Rundflügen mit Segelflugzeugen haben und vielleicht auch von einem stationären Heißluftballon aus das Havelland überblicken können. Für die Ausstellungsflächen am Gollenberg wird das Amt Rhinow bis zur Buga mehr als 400 000 Euro investieren.

Aber nicht nur der Gollenberg wird für die Buga auf Vordermann gebracht: „Wir wollen in den kommenden Jahren auch die touristische Infrastruktur voranbringen“, sagt Aasmann. Wie im Amt Nennhausen und im Milower Land auch soll das Radwegenetz weiter ausgebaut werden: „Zwischen Rhinow und Strodehne wollen wir versuchen, die Radfahrer von der Landstraße zu bekommen“, sagt Aasmann. Auch hinter der Havelbrücke bei Strodehne soll ein neues Stück Radweg entstehen, das bis zur Landesgrenze geführt werden soll.

„Wir haben ja das Glück, dass viele Orte im Amt Rhinow direkt am Blauen Band der Havel liegen“, sagt Aasmann. Wer also alle Buga-Standorte von Brandenburg bis Havelberg besuchen will, kommt zwangsläufig durchs Ländchen Rhinow. Vor allem die Havelorte Strodehne, Gülpe, Parey, Wassersuppe und Hohennauen können von den zusätzlichen Besuchern profitieren.

In Strodehne soll deshalb in den kommenden Jahren die Dampferanlegestelle wieder hergerichtet werden. Der Wasserwanderrastplatz soll einen neuen Steg erhalten, auch zusätzliche Skulpturen in der Landschaft sind denkbar. In Gülpe soll der Biwakplatz für Wasserwanderer attraktiver gestaltet werden und in Wassersuppe wird der Grillplatz überdacht werden. Dieser Ausbau der Infrastruktur im Erlebnisraum wird das Amt noch einmal mehrere 100 000 Euro kosten.

„Wir wollen die Buga-Besucher am Besten für mehrere Tage in der Region halten“, sagt Aasmann. In den kommenden fünf Jahren sollen deshalb auch touristische Angebote wie Rad- oder Kanuverleih weiter ausgebaut werden.

geschrieben von Ralf Stork

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