Flieger mit Ausstrahlung

Märkische Allgemeine

Markus Kniebeler zum touristischen Potenzial der Lilienthal-Gemeinde Stölln

Das Erbe Otto Lilienthals ist ein Pfund, mit dem das Dorf Stölln wuchern kann. Denn das Wirken des Mannes, der vor mehr als 100 Jahren ansetzte, den uralten Menschheitstraum vom Fliegen wahr werden zu lassen, zählt zu den epochalen Leistungen der Geschichte. Lilienthal hat die Menschheit einen Schritt voran gebracht, und er hat dies vom Stöllner Gollenberg aus getan. Da ist es nur folgerichtig, dass man in der Region versucht, die Einzigartigkeit des Ortes besser zu vermarkten. Mit dem Bau des Lilienthal-Centrums, für das die entscheidenden Weichen im vergangenen Jahr gestellt worden sind, ist man auf dem richtigen Weg. Und wenn man es schafft, die Fliegerei mit ihren spannenden Geschichten und attraktiven Vorführungen noch weiter in den Mittelpunkt zu rücken, dann könnte Stölln sich einen festen Platz sichern im Reigen überregional bedeutsamer Orte. Denn so viele gibt es davon nicht im Havelland. Ribbeck kennt jeder, weil Fontane es in einem seiner berühmtesten Gedichte verewigte. Die Schlösser in Kleßen und Nennhausen strahlen ebenfalls über die Grenzen der Region hinaus. Aber dann wird es auch schon dünn. Wäre also nicht schlecht, wenn Stölln dazu beitrüge, das Havelland noch etwas bekannter zu machen.

geschrieben von Markus Kniebeler

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