Für den Umbau der alten Brennerei werden nun 400 000 Euro mehr als geplant veranschlagt

Märkische Allgemeine

Der Umbau der alten Stöllner Brennerei in ein Lilienthal-Centrum wird wesentlich teurer als geplant. 400 000 Euro zusätzlich sind aufzubringen. Aber die Finanzierung des Vorhabens sei trotz dieser beträchtlichen Mehrkosten gesichert, sagt Horst Schwenzer, der Vorsitzende des Otto-Lilienthal-Vereins.

Die Ursachen für die Kostenexplosion sind vielfältig: Höhere Baupreise als ursprünglich veranschlagt und zusätzliches Geld für die Heizung in Kombination von Gas und Erdwärmenutzung, führt Schwenzer an. Außerdem mussten das Fundament der alten Brennerei stabilisiert und zusätzlich Wände erneuert werden. Bei einem mehr als 200 Jahre alten Gebäude sei man vor solchen Überraschungen nicht gefeit, so Schwenzer.

Für die Umbauarbeiten zum Lilienthal-Centrum waren ursprünglich 1,8 Millionen Euro veranschlagt. Nun müssen noch einmal rund 400 000 Euro draufgelegt werden.

Die Gesamtfinanzierung von nunmehr 2,2 Millionen Euro sei aber gesichert, versichert Schwenzer. So habe das Land seine Förderung um 300 000 Euro auf nunmehr 1,7 Millionen Euro aufgestockt. Der Rest der Summe, also rund 100 000 Euro, wird über die Akademie Seehof über vom ILZ Havelland geförderte Arbeitsprojekte sowie vom Lilienthalverein beigesteuert.

Die Arbeiten jedenfalls gehen ungebremst weiter. Im neuen Anbau, der großen Ausstellungshalle des zukünftigen Lilienthal-Centrums, ist die Fußbodenheizung verlegt. Nun kann der Fußbodenbelag aufgebracht werden. Im Endstadion sind die Fußbodenarbeiten im Hauptteil der alten Brennerei. Im Dachgeschoss sind die Fenster eingesetzt, jetzt wird die Wärmeisolierung angebracht. Auch in anderen Bereichen des Objektes wird gearbeitet.

Die Arbeiten am Lilienthalcentrum hatten im Sommer 2009 begonnen. In diesem Monat wollte man eigentlich fertig sein. Ganz hat man es nicht geschafft. „Wir sind aber auf der Zielgeraden. Rund 80 Prozent der Bauarbeiten sind erledigt“, sagt Host Schwenzer.

Nach Abschluss der Bauarbeiten muss die Ausstellung aufgebaut und installiert werden. So gibt es noch viel Arbeit in den kommenden Monaten. Im Frühjahr soll alles fertig sein, die Eröffnung ist für den 2. April 2011 geplant. Spätestens wenn die Besucher im Buga-Jahr 2015 nach Stölln kommen, soll auch die Ortsdurchfahrt und damit die Verbindung vom Gollenberg zum Lilienthal- Centrum erneuert sein. Das Vorhaben stehe nach wie vor auf der Buga-Vorhabensliste des Amts Rhinow, erklärt der stellvertretende Verwaltungsleiter Michael Mirschel.

geschrieben von Norbert Stein

Zurück