GmbH fürs Lilienthal-Centrum

Märkische Allgemeine

Gollenberg und Rhinow sollen die Anteile vom Amt Rhinow übernehmen

Zur wirtschaftlichen Führung des neuen Lilienthal-Centrums in Stölln haben Kommunen, Vereine und Unternehmen eine GmbH gegründet. Obwohl die Gesellschaft schon seit längerer Zeit vorbereitet wird, ist noch nicht alles unterschriftsreif.

Der Gesellschaftervertrag muss überarbeitet werden, damit der Beitritt der Stadt Rhinow, der Gemeinde Gollenberg und des Amtes Rhinow kommunalrechtlich genehmigt werden kann. Dafür wurden im Entwurfstext nun die notwendigen Ergänzungen und Änderungen eingearbeitet und den Gesellschaftern übergeben.

So ist zum Beispiel vorgesehen dem zukünftigen Geschäftsführer eine Beirat zur Seite zu stellen, mit dem er als aufsichtsführendes Gremium die Gesellschaft zwi-schen den Gesellschafterversammlungen leitet. Der Otto- Lilienthal-Verein Stölln als Gesellschafter hat zudem vorgeschlagen, die Gemeinnützigkeit für die Gesellschaft anzustreben. Damit die Gemeinden und das Amt Gesellschafter sein können, ist die Zustimmung durch die Kommunalaufsicht notwendig. Mit der gleichzeitigen Beteiligung von amtsangehörigen Gemeinden und Amt hat die Kommunalaufsicht des Landkreises aber ein Problem. Entweder die Gemeinden oder das Amt, erläuterte Amtsdirektor Jens Aasmann dem Amtsausschuss vereinfacht die Auffassung der Kommunalaufsicht.

Die Gesellschafterstruktur der Lilienthal-Centrums GmbH ist nicht einzigartig und schon lange keine neue Erfindung. Deshalb wurde sie im laufenden Verfahren auch nicht ausdrücklich als unzulässig benannt. Für das weitere Genehmigungsverfahren könnte der Verkauf der Anteile des Amtes allerdings förderlich sein, erklärte Aasmann am Mittwoch in der Rhinower Stadtverordnetenversammlung.

Diesen Weg will man nun auch gehen. Das Amt hält 1000 Euro als Gesellschafteranteile. Wie schon einen Abend zuvor haben auch die Rhinower Stadtverordneten beschlossen, die Hälfte des Gesellschafteranteils des Amtes anzukaufen. Der Amtsausschuss muss seinerseits nun dem Verkauf noch zustimmen. Die Bereitschaft dazu wurde bereits auf der letzten Sitzung des Amtsausschusses signalisiert.

Mit dem Ausscheiden des Amtes hat die GmbH dann noch acht Gesellschafter. Mehrheitsgesellschafter sind die Kommunen. Die Gemeinde Gollenberg hält 13 500 Euro, die Stadt Rhinow 1000 Euro und der Lilienthalverein 7000 Euro. Insgesamt beträgt das Stammkapital der GmbH 26 000 Euro.

geschrieben von Norbert Stein

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