Grünes Licht für Lilienthal-Zentrum

Märkische Allgemeine

Land bewilligt 1,3 Millionen Euro zum Umbau der Stöllner Brennerei

Darauf haben die Stöllner und vor allem die Mitglieder des Otto-Lilienthal- Vereins lange warten müssen. Doch jetzt ist der lang ersehnte Brief vom Landesamt für Verbraucherschutz, Flurneuordnung und Landwirtschaft aus Brieselang eingetroffen.

Mit diesem Schreiben bewilligt das Land dem Otto-Lilienthal-Verein Stölln Fördermittel in Höhe von 1,3 Millionen Euro zum Umbau der alten Brennerei in ein Lilienthal-Zentrum.

Die offizielle Übergabe des Fördermittelbescheids seitens der Landesregierung soll am 29. Januar des kommenden Jahres erfolgen. Die Umgestaltung der alten Brennerei ist im Ländchen Rhinow ein zentrales Vorhaben in Vorbereitung auf die Bundesgartenschau 2015 in der Havelregion.

Stölln mit seinem ältesten Flugplatz der Welt, dem Gollenberg, der Schauplatz von Lilienthals ersten erfolgreichen Flugversuchen war, ist vor allem für die Tourismusentwicklung von überregionaler Bedeutung. Deshalb fördert das Land mit Hilfe von EU-Mitteln das Vorhaben auch zu 75 Prozent. 25 Prozent und damit rund 400 000 Euro muss der Lilienthal-Verein als Eigenmittel aufbringen. Das soll durch eigene Einnahmen, einen Kredit und vor allem auch mit Hilfe von Arbeitsfördermöglichkeiten gesichert werden.

„Endlich ist es geschafft. Auf diesen Augenblick haben wir lange hingearbeitet“, freut sich Horst Schwenzer, den die Mitglieder des Vereins vor kurzem auf einer Versammlung für weitere zwei Jahre als ihren Vereinsvorsitzenden gewählt haben. Von den ersten Ideen bis zum nun eingetroffenen Bewilligungsbescheid sind über sieben Jahre vergangen. Aber das ist für Schwenzer nicht mehr so wichtig. „Jetzt müssen wir zügig arbeiten und alle noch notwendigen Feinplanungen erledigen. Dann geht es an die Ausschreibungen der ersten Gewerke“, erklärt er die weitere Vorgehensweise für die kommenden Wochen.

Die Fördermittel wurden für 2009 und 2010 bewilligt. In spätestens zwei Jahren muss der Umbau also abgeschlossen sein und das neue Lilienthal-Zentrum eröffnet werden. Die alte Brennerei soll einmal Ausstellungsraum mit Galerie, Café, Shop, variabel nutzbarem Konferenzraum und Sanitäreinrichtungen beherbergen.

Für die künftige Betreibung des Lilienthal-Zentrums wurde eine Gesellschaft gegründet. Neben einigen Planungsänderungen hat der Verein damit in zurückliegender Zeit eine entscheidende Forderung der Bewilligungsbehörde erfüllt. „Alles, was notwendig war, wurde getan“, meint Schwenzer. Nun kann es an die nicht minder schwierige Realisierung des Vorhabens gehen.

geschrieben von Norbert Stein

Zurück