Interflieger ist Stargast

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Ältester Flugplatz der Welt erwartet den Helden von 1989

Wo Flugpionier Otto Lilienthal 1896 abstürzte, landete 193 Jahre später ein Flugapparat sowjetischer Bauart. Eingehüllt in eine dicke Staubwolke setzte Interflug-Kapitän Heinz-Dieter Kallbach mit der IL 62 am 23. Oktober 1989 am Gollenberg auf.

20 Jahre danach lädt der Otto-Lilienthal-Verein Festempfang an die Iljuschin ein. Am Samstag, 24. Oktober, ab 13.00 Uhr feiert Stölln 20. Landungsjubiläum. Mit dabei auf dem ältesten Flugplatz der Welt ist der tollkühne Pilot von damals. Doch gibt die Feier auch Gelegenheit, die Blicke nach vorn zu richten.

Im westhavelländischen Stölln wird gegenwärtig eine alte Brennerei zum Lilienthal-Centrum umgebaut. In das Vorhaben in Vorbereitung auf die Bundesgartenschau 2015 werden 1,8 Millionen Euro investiert. Stölln gehört zum Amt Rhinow, das eine der fünf Schaukommunen der BUGA 2015 sein wird.

Der Menschheitstraum vom Fliegen erfüllte sich erstmals in Stölln. Der visionäre Ingenieur Otto Lilienthal, der 1893 in das kleine Dorf im Ländchen Rhinow kam, fand am und auf dem 109 Meter hohen Gollenberg ideale Bedingungen für seine Flugversuche vor. Gleitflüge von bis zu 250 Meter gelangen ihm.

Am 9. August 1896 wurde Lilienthal eine Sonnenboe zum Verhängnis. Der Flugpionier stürzte ab. Tags darauf starb Lilienthal in einem Berliner Krankenhaus. Zu Ehren seiner Frau gaben die Stöllner der Iljuschin 62 den Namen Lady Agnes.

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