Lilienthal-Dorf ist BUGA-fit

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Das 21. Landefest, die Öffnung des künftigen Lilienthal Centrums und eine Figurenausstellung in der Dorfkirche - Stölln hatte am Samstag einen vorzeitigen BUGA-Probelauf mit Bravour absolviert.

Ins Guinnessbuch der Rekorde hat es das Örtchen Stölln mit der spektakulären Landung des Passagierflugzeugs IL62 bereits geschafft. Am Wochenende haben die Stöllner, allen voran der Otto-Lilienthal-Verein bewiesen, dass hier noch viel mehr möglich ist. Bereits um 13.03 Uhr hatten sich über hundert Menschen unter den Tragflächen der „Lady Agnes“ versammelt, jenem Flugzeug, das Kapitän Heinz-Dieter Kallbach und seine Crew am 23. Oktober 1989 um Punkt 13.03 Uhr auf dem Stöllner Acker sicher zur Landung brachten. Für Kallbach gehört das Landefest inzwischen fest in seinen Terminkalender, wie er in einer Ansprache erklärte. Auch sein Bordingenieur, Ulrich Müller, war am Samstag wieder einmal ins Rhinower Ländchen gekommen und hatte sogar ein Geschenk mitgebracht: Eine Uhr, die beim harten Aufprall vor 21. Jahren aus der Verkleidung gefallen war. „Nun ist das gute Stück wieder an seinem angestammten Platz“, freute sich Iris Hoffmann, Bürgermeisterin der Gemeinde Gollenberg. Müllers Sohn hatte die Uhr aufbewahrt und das Erinnerungsstück nun zurückgegeben.

Ein Höhepunkt jagte den nächsten und so mussten die Gäste vom Flieger runter ins Dorf, denn die vorzeitige Öffnung des künftigen Lilienthal Centrums wollte niemand verpassen. Horst Schwenzer, Vorsitzender des Otto-Lilienthal-Vereins, gewährte allen Interessierten einen Einblick in die alte Brennerei, die derzeit in ein Ausstellungszentrum verwandelt wird. Am 2. April nächsten Jahres soll es offiziell eröffnet werden. Donald Becker, der die Ausstellung konzipiert, gab anhand verschiedener Modelle einen Vorgeschmack auf das, was das Publikum 2011 erwartet: drei Ausstellungskomplexe mit Aviarium, Werkstatt, Café und Shop. Gegenüber des Lilienthal Centrums wartete der dritte Höhepunkt des Tages, der im Rahmen der Aktion „Feuer und Flamme für unsere Museen“ stattfand. Drei Diakonische Schwestern aus Schwäbisch-Hall hatte in der Dorfkirche eine geführte Ausstellung mit biblischen Figuren vorbereitet, die zahlreiche Besucher in das Gotteshaus lockte.

geschrieben von Christin Schmidt

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