Lilienthal zu Ehren

Märkische Allgemeine

Ministerpräsident enthüllt weiteren Gedenkstein in Stölln

Otto Lilienthal sind am Stöllner Gollenberg von 1893 bis 1896 bahnbrechende praktische Flugversuche mit selbst gebauten Flugapparaten gelungen. Seine theoretischen Erkenntnisse und praktischen Flugerfahrungen waren mitentscheidend für die rasante Entwicklung der Luftfahrt im vergangenen Jahrhundert. Bei einem seiner Flugversuche stürzte Otto Lilienthal am 9. August 1896 am Gollenberg ab und erlag am nächsten Tag seinen zugezogenen Verletzungen. Durch Otto Lilienthal ist der Flugplatz Stölln der älteste der Welt.

Zur angeführten Festveranstaltung sind neben Prominenten der Öffentlichkeit auch verdienstvolle und erfahrene Fliegerpersönlichkeiten zu einem Empfang geladen. Vorgesehen ist die Enthüllung eines weiteren Lilienthal-Gedenksteines durch Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck. Die Bezeichnung „eines weiteren“ ist notwendig, weil an der Absturzstelle ein Gedenkstein eingeweiht wurde, geschaffen und errichtet 1953 vom Kyritzer Horst Wildebrandt. Im Vorjahr kam eine Lilienthal-Skulptur genau dort hinzu, wo Otto Lilienthal startete.

Weitere Programmpunkte am kommenden Sonnabend sind u. a. Sternflug von Ultraleichtflugzeugen zum Flugplatz Stölln, Treffen des Stammtisches der alten Flieger sowie ein Vortrag über Leben und Wirken von Otto Lilienthal.

geschrieben von Heinz Schulz

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