Neuheiten im Lilienthal-Centrum

Briefmarken zum Flugpionier und erstes Patent des Erfinders

Das Lilienthal-Centrum in Stölln konnte sich dieser Tage über zwei weitere Exponate freuen, die die spannende und faszinierende Ausstellung des Hauses erweitern.

Anlässlich des Todestages von Otto Lilienthal am 10. August übergaben Wilhelm K.H. Schmidt und Jürgen Mai aus Premnitz dem Stöllner Verein eine Tafel mit Briefmarken in Postkartengröße zur Person Lilienthals und seiner Leistungen. „Bereits die Wanderausstellung ‚40 Jahre deutsch-deutsche Teilung‘, die noch bis zum 30. September im Rathaus Rathenow zu sehen ist, werden Marken zur Ehrung Lilienthals auf der Tafel mit dem Titel ‚bahnbrechend‘ gezeigt“, sagt Schmidt. Das löste bei ihm die Idee aus, speziell für das Lilienthal-Center in Stölln eine Bildtafel mit Marken und Postbelegen über Lilienthal anzufertigen. Die Stöllner Bildtafel zeigt nun deutsche Briefmarken aus den Jahren 1934, 1978 1990 und 1991, sowie Marken aus Rumänien, der ČSSR und Ungarn, die Otto Lilienthals bahnbrechende Leistungen würdigen. „Mit einer Anfrage innerhalb der Michel-Community werde ich auf die Suche nach weiteren Marken zu Lilienthal aus aller Welt gehen und im kommenden Jahr zum Geburtstag der Flugpioniers am 23. Mai übergeben“, versichert Schmidt gegenüber dem begeisterten Vereinsvorsitzenden Horst Schwenzer.

Eben dieser ist glücklich über jeden kleinen und großen Schatz, der durch das Wirken des Otto-Lilienthal-Vereins in Stölln zusammengetragen werde konnte und präsentiert wird. Dazu zählt seid neuestem auch das Model einer Schrämmaschine, dem ersten Patent, das Lilienthal 1876 anmeldet. Mittels dieser Maschine konnte er eine wirtschaftliche Grundlage für sein Wirken und seine Familie schaffen. Diese Maschine erleichterte den Abbau von Steinkohle und Salz erheblich. So ist es auch nicht verwunderlich, dass er wenig später nach Patentanmeldung acht dieser Maschinen verkaufen konnte, sieben an das Salzbergwerk in Wieliczka und eines an das Königlich-sächsische Steinkohlewerk. Damals wirkte der junge Erfinder und Unternehmer im heutigen Freital und heiratete sein Frau Agnes.

Der ehemalige Stadtrat Günter Siebert regte den Modellbau der Maschine an. Das Berufliche Schulzentrum Freital konnte 2006 an das Lilienthal-Museum in Anklam eine Maschine übergeben werden. Ein weiteres Model ziert die Freitaler Schule.

Der Anteil an der freiwilligen Arbeit hatten neben den Schülern Dipl. Ing. Heinz–Jürgen Kräupl, Schlossermeister
Hans Walter (Fa. Metallbau Possendorf) und der Berufsschullehrer für Maschinenbau Dr. Helmut Grimm, der das Projektleitete.

 Für das Centrum in Stölln wurde das dritte Modell geschaffen und zur BUGA übergeben., dies geschah in diesem Sommer.

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