Otto-Lilienthal-Fest 2013 erlebte Musikprominenz

Anna-Carina Woitschack und Michael Barakowski am Gollenberg

Musik für Jung und Alt versprach das Programm des diesjährigen Lilienthalfestes am Samstag. Am Nachmittag traten Anna-Carina Woitschak und Michael Barakowski auf.

Anna-Carina wurde Siebente der Deutschland-sucht-den-Superstar-Staffel 2011, die Pietro Lombardi gegen Sarah Engels gewann. Michael Barakowski war 1979 Gründungsmitglied der DDR-Band Perl, die er 1985 verließ. Die Band löste sich ein Jahr später auf. „Seitdem spielte ich in anderen Bands und trete solo auf“, erzählt der Ex-Perl-Sänger. „Im Jahr 2004 gab es für einige Auftritte eine Wiedervereinigung der Band.“ Ihr Titel „Zeit, die nie vergeht“ war 1985 auf Platz 1 der DDR-Jahreshitparade gelandet. 1990 nahm Barakowski als erster ostdeutscher Musiker am gesamtdeutschen  Vorentscheid des Grand Prix d’Eurovision de la Chanson teil. Später arbeitete er unter anderem eng mit der Klaus-
Lage-Band zusammen. Seine aktuelle CD heißt „Dampflok“.

Auch Anna-Carina Woitschak veröffentlichte kürzlich ein Album. Ende Mai erschien die CD „Einzigartig“ mit der Single
„Ich will diesen Sommer“. Die in Kamern in Sachsen-Anhalt aufgewachsene fühlt sich wohl als Sängerin. „Seit ich in
der Schlagerbranche bin, geht es mir gut“, sagt Anna-Carina. „Mir macht‘s Spaß.“ Die Sängerin ist jedes  Wochenende unterwegs – auch in der Schweiz und in Österreich. Beim 45-minütigen Auftritt in Stölln saßen alle Zuhörer brav auf ihren Sitzbänken um die „Lady Agnes“. Sie reagierten eher verhalten auf den Auftritt. Vielleicht hätte sich Anna-Carina von ihrer kleinen Bühne trennen sollen, um einmal ins Publikum zu gehen. Als die Sängerin nach dem Auftritt Autogramme gab, standen aber die Festbesucher Schlange. „Wir kennen sie und mögen ihre Musik“, sagten die neunjährige Pia aus Görne und die zwölfjährige Lea aus Retzow.

Das Nachmittagsprogramm bot noch eine Modenschau, eine Bingo-Game-Show und den Auftritt der Kapelle des Flugsportvereins Otto Lilienthal Stölln/ Rhinow. Am Abend spielten die Village Boys aus Klietz.

Auch der Wahlkampf holte das alljährliche Stöllner Fest ein. SPD-Bundestagskandidatin Dagmar Ziegler besuchte am Nachmittag den Gollenberg und das Lilienthal-Centrum.

In welcher Form es 2014 ein Lilienthalfest geben wird, steht noch nicht fest. „Im nächsten Jahr stehen im Fliegerpark Bauarbeiten für die BUGA an. Ausweichmöglichkeiten gibt es einige. So könnte das Fest im Ortszentrum stattfinden“, sagte Iris Hoffmann, Bürgermeisterin der Gemeinde Gollenberg. „Wie es im Jahr der BUGA aussieht, ist noch unklar.“

Bereits am Samstagvormittag fand, mit mehr als 100 Teilnehmern, der 7. Lilienthal-Lauf statt. Um 13.00 Uhr hatten rund 45 Menschen dem Flugpionier Otto Lilienthal gedacht. Er war am 9. August 1896 bei einem Flugversuch am Gollenberg verunglückt und starb einen Tag später in Berlin. Der Stöllner Bernd Dahlmann, ehemals Stöllner  Bürgermeister, demonstrierte als Otto Lilienthal verkleidet das Geschehen von damals mit einem Flugmodell.

erschienen in BRAWO Nr. 65

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