Pilot Jack Cunningham besuchte die Lady Agnes

Märkische Allgemeine

Ein Amerikaner in Stölln

37 Jahre lang flog Jack Cunningham als Pilot um die Welt, fünf Jahre davon diente er in der United States Navy, der Marine der USA. Heute lebt der pensionierte Amerikaner mit seiner deutschen Freundin teils in Berlin, teils in Florida. Am Samstag besuchte er nun das Westhavelland, genauer gesagt den Ort Stölln. Das 21. Landefest der Lady Agnes hatte Cunningham angelockt. Es war sein erster Besuch des flughistorischen Ortes ,und der pensionierte Pilot zeigte sich beeindruckt von dem, was er dort sah.

Schon als Kind hatte Jack Cunningham von dem Flugpionier Otto Lilienthal gehört, und bis heute ist seine Bewunderung für den Deutschen nicht verblasst. „Er war ein unglaublicher Mensch. Ihm haben wir es zu verdanken, dass wir heute um den Globus fliegen können.“ Lilienthals Verhängnis sei seine Körpergröße gewesen, sagt der ehemalige Pilot. „Er war zu groß und zu schwer für diesen Flugapparat.“

Gemeinsam mit seiner Partnerin Monika Turk sah sich Cunningham in der zum Museum ausgebauten Iljuschin 62 um und begutachtete den Flieger genau. Als er die Möglichkeit erhielt, im Cockpit Platz zu nehmen und sich ans Steuer zu setzen, war der Glanz in seinen Augen nicht zu übersehen: „Sieben Jahre ist es her, dass ich auf dieser Position saß.“ Ein Freund, der Mitglied im Stöllner Otto Lilienthal Verein ist, hatte ihm vom Landesfest erzählt und mit nach Stölln genommen.

Neben Cunningham waren am Samstag mehr als hundert Gäste zur „Lady Agnes“ gekommen, um an die unglaubliche Landung vor 21 Jahren zu erinnern, die Heinz-Dieter Kallbach und seine Crew ins Guinnessbuch der Rekorde gebracht hatte.

geschrieben von cs

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