Pilot mahnt zur Einheit

Die-Mark-Online

20. Landungsjubiläum auf dem ältesten Flugplatz der Welt

Der frühere Interflug-Kapitän Heinz-Dieter Kallbach mahnte vor der Iljuschin (IL) 62 zur Einheit. Genau 20 Jahre nachdem der tollkühne Pilot das DDR-Passagierflugzeug in dichter Staubwolke am Stöllner Gollenberg landete, ziehen dunkle Wolken auf.

Grund ist die Zerreißprobe, auf die das Ländchen Rhinow durch den Machtkampf im Amt gestellt wird. Am Freitag steht ein Abwahlantrag auf der Tagesordnung des Amtsausschusses. Ob Amtsdirektor Gerd Jendretzky (FDP) gehen soll oder nicht, spaltet die Bevölkerung in zwei Lager. Die Wortführer gehören dem Otto-Lilienthal-Verein an, der die IL 62 hegt und pflegt und wie seinen Augapfel hütet. Bislang zogen alle Vereinsmitglieder zum Wohle des Flugplatzes an einem Strang.

Kallbach erinnerte in seiner Festrede am Samstag an die Schieflage der Hans-Grade-Gesellschaft in Borkheide (Potsdam-Mittelmark). Während vereinsinterne Querelen die Arbeit blockieren, setzt die dortige IL 18 Rost an. Kallbach, der seit 20 Jahren regelmäßiger Gast ist am westhavelländischen Gollenberg und einer der eifrigsten Fürsprecher des Lilienthal-Projekts, hob erneut das gewaltige touristische Potenzial Stöllns hervor.

Wie zum Beleg gehörte auch Landtagspräsident Gunter Fritsch (SPD) zu den Gästen. Ehrenamtlich agiert Fritsch als Vorsitzender des Landestourismusverbandes. Zudem gratulierte Hans-Jürgen Lemle vom Aufbaustab der Bundesgartenschau 2015 zum Jubiläum. Das Gelände rund um den Gollenberg, von dem aus Flugpionier Otto Lilienthal Ende des 19. Jahrhunderts vom Boden abhob und der Menschheit den Weg zum Himmel erschloss, gilt als der älteste Flugplatz der Welt und ist eine Schauzone der BUGA 2015.

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