Rückblick auf eine gute Entwicklung

Märkische Allgemeine

Festveranstaltung zum 20-jährigen Bestehen des Amtes Rhinow im Lilienthal-Centrum Stölln

Marcus Gartschock studiert Gesang. Aufgewachsen ist er in Rhinow. Gemeinsam mit dem Pianisten Sebastian Hamacher war es ihm eine Ehre, am Donnerstagabend den künstlerischen Teil der Festveranstaltung zum 20-jährigen Bestehen des Amtes Rhinow zu gestalten. Geladen waren zu der Feier im Lilienthal-Centrum von Stölln Abgeordnete, verdienstvolle Bürger, Mitarbeiter, ehemalige Angestellte sowie Vertreter der Politik, Wirtschaft und des gesellschaftlichen Lebens. Rund 150 Gäste waren es, vor denen Marcus Gartschock auch sang: „In 80 Tagen um den Globus.“ Ein Tempo, das symbolhaft stehen könnte für die Entwicklung des Amtes Rhinow.

„Der Landkreis Havelland wäre ohne das Amt Rhinow ärmer“, lobte in einem Grußwort der stellvertretende Landrat Roger Lewandowski. Weil 2012 das Jahr des 300. Geburtstages Friedrichs II. ist, erinnerte er an die Worte des Königs: „Das ist wahr, das ist wider meine Erwartung! Das ist schön . . .“ Der König hatte das am 23. Juli 1779 auf dem Gollenberg mit Blick auf die neu errichteten Kolonistendörfer in Rhinluch und Dossebruch gesagt. Könnte Friedrich II. heute noch seine Blicke schweifen lassen, würde er sicherlich zu der gleichen Einschätzung kommen, sagte Lewandowski.

Viel hat sich verändert in den Dörfern seit der Gründung des Amtes vor 20 Jahren. Insgesamt 50 Millionen Euro wurden investiert für neue Straßen, Dorfplätze, Gemeinschaftshäuser, Tourismusentwicklung und andere Projekte. Sybille Heling als Vorsitzende des Amtsausschusses erinnerte an den Enthusiasmus, den die politische Wende bei den Menschen entfachte, den Aufbau neuer Strukturen und den Beginn der Zusammenarbeit von Rhinow und den umliegenden Dörfern in einer Verwaltungsgemeinschaft.

Als Hohennauen, Parey, Witzke und Wassersuppe sich entschlossen, ebenfalls mitzumachen, war die Grundlage für die Gründung des Amtes Rhinow geschaffen. Die Bürgermeister der sechs Gemeinden des Amtes ehrten auf der Festveranstaltung Einwohner, die sich um das Gemeinwohl verdient gemacht haben (siehe Infokasten).

Amtsdirektor Jens Aasmann oblag dann noch ein Ausblick auf die weitere Entwicklung. Den demographischen Wandel gestalten, Erhalt von Kita und Schulen sowie der Jugend im Ländchen Rhinow eine lebenswerte Perspektive zu bieten, nannte er als die wichtigsten Aufgaben. Die Bundesgartenschau 2015 müsse nachhaltig auf die Tourismusentwicklung wirken. Über diese und weitere Themen wurde dann anschlie-ßend in lockeren Runden diskutiert im Lilienthal-Centrum. Natürlich gab es zum 20. auch einen Imbiss und eine große Geburtstagstorte.

geschrieben von Norbert Stein

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