Verliebt in Lady Agnes

Horst Schwenzer weiter Chef des Otto-Lilienthal-Vereins

Die Geschicke des Vereins leitet Schwenzer seit 2002 mit Erfolg und der ihm eigenen Hartnäckigkeit. Wenn es um den Verein geht, kann der heute 75-Jährige mitunter auch unduldsam sein, ohne dabei diplomatisches Geschick missen zu lassen. Er ist gelernter Buchhalter und als solcher überlegt er genau, wofür Geld aus der Vereinskasse ausgegeben wird. Weil ihm aber auch nie die Ideen ausgehen, hat er den Verein stets vorangebracht.

Das Hauptaugenmerk seiner Arbeit richtet sich auf den Verein als Ganzes mit seinem Umfeld. Dazu gehören für ihm neben der Lady Agnes und dem Lilienthal-Centrum in der alten Brennerei auch die Traditionspflege um Otto Lilienthal auf dem Gollenberg mit Denkmal, Flugharfe und Sichtachsen.

Von Rhinow nach Stölln auf den alten Friedhof geholt hat er das Denkmal von Rudolf Niendorf (1868-1943), der sich als Landarzt um Otto Lilienthal nach dessen Absturz auf dem Gollenberg im Gasthof Herms kümmerte. Auf die Fläche im Kreisel der B188 vor Stölln möchte der Verein ein Flugmodell stellen lassen. Am Modell wird bereits gebaut. Damit es bis zur Buga auch aufgestellt werden kann, müssen allerdings noch ein paar bau-rechtliche Probleme geklärt werden.

Auf dem Vorplatz des Lilienthal-Centrums soll bis zum Frühjahr noch ein neuer Betonmast aufgestellt werden, neben einem Holzmast, auf dem im Frühjahr und Sommer ein Storchenpaar sein Zuhause hat. Weil der Holzmast so langsam in die Jahre gekommen ist, soll im Spätsommer das Storchennest auf dem Betonmast gesetzt werden. Der Rumpf der Lady Agnes muss auch noch gesäubert und gewachsen werden bis zur Eröffnung der Buga. Dafür zuständig sieht Horst Schwenzer den Buga-Zweckverband, weil der ab Januar den Fliegerpark und damit auch die Lady Agnes bis Oktober übernimmt „Wir können ja helfen. Aber kosten darf es uns als Verein nichts“, sagt Schwenzer und lässt damit wieder den Buchhalter durchblicken.

Von Norbert Stein (Märkische Allgemeine)

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