Der Zaun ist bereits gezogen

Der Fliegerpark in Stölln und andere Attraktionen rund um den Gollenberg nehmen Form an

Die Neugestaltung des Umfeldes der Lady Agnes hat die Gemeinde bereits erledigt. Wenn die Saison auf dem Gollenberg vorüber ist, beginnen die Bauarbeiten für den Fliegerpark. "Etwa 30 Zentimeter über dem Trockenrasen wird ein Holzsteg das 2,4 Hektar große Areal durchziehen", erläuterten Melanie Weber und Anika Wessel vom Buga-Zweckverband bei einer Baustellenführung die Pläne. Auf diesem Holzsteg werden im kommenden Jahr die Buga-Besucher gehen und dabei Pflanzen und Blumen unter dem Motto "Auf in die Exotik" bewundern können. Angelegt werden die Pflanzenbeete in 20 Steppengleitern, die auf dem Gollenberg mithelfen werden internationales Fliegerflair zu verbreiten.

In Wechselpflanzungen werden dafür 1200 Stauden und 25000 Zwiebelpflanzen aus verschiedenen Ländern und mehreren Kontinenten in die Beete der Steppengleiter gesetzt. Zudem bekommen die zwei Meter hohen Steppengleiter eine Dachbegrünung.

Die Gemeinde lässt auch den Spielplatz auf dem Gollenberg neu herrichten. Die alten Spielgeräte werden abgebaut und dafür eine Seilkonstruktion in Form eines Lilienthalgleiters als Kletterparcours für die Kinder errichtet. 160 000 Euro werden dafür investiert.

Der Holzpavillon neben der Lady Agnes wird durch eine Fliegerlounge ersetzt. Die Sanitäranlage bleibt und wird integriert. Genutzt werden soll die Fliegerlounge für Gastronomie und Serviceeinrichtungen. Ob auch eine Drachenwerkstatt für Kinder mög-lich ist, wird derzeit noch geprüft vom Buga-Zweckverband.

Bereits gut vorangeschritten sind die Bauarbeiten für den Fliegerpfad. Wenn Stölln Anfang August sein diesjähriges Otto-Lilienthal-Fest feiert, wird der 1,8 Kilometer lange Fußweg zwischen dem Lilienthal-Centrum in der Dorfmitte und dem Fliegerpark auf dem Gollenberg zur Verfügung stehen.

Der Fliegerpfad führt durch den Gutspark, der in Vorbereitung auf die Buga als Bürgerpark hergerichtet wird und vorbei an Feldrainen, die im kommenden Jahr mit verschiedenen Agrarsorten bestellt werden. Vor dem Sportplatz schwenkt der Fliegerpfad aus dem hinteren Bereich an die Straße und überquert diese vor dem Aufgang zum Gollenberg. Für Fußgänger eine gefährliche Stelle, meinen viele Einwohner. Eine andere Lösung sei nicht möglich gewesen, erklärt die Rhinower Bauamtsleiterin Birgit Schmidtke. Der Fliegerpfad sei ein touristischer Weg. Hätte man die Straßenüberquerung in Richtung Dorf vorverlegt, wäre der Pfad ein Bürgersteig geworden an dessen Finanzierung sich die Anlieger hätten beteiligen müssen. Diese Ausbauvariante hatte die Gemeindevertretung aber abgelehnt, weil sie von den Einwohnern nicht gewollt war.

Von Norbert Stein

erschienen in Markische Allgemeine

Zurück