Flugbegeisterte zieht’s Pfingsten nach Stölln

Festveranstaltung anlässlich 165 Jahre Otto Lilienthal

“ Denn besonders Schulz hat offenkundig eine Ehrfurcht vor diesem am 23. Mai 1848 in Anklam geborenen Mann, den jedes Schulkind kennt als „weltweit anerkannten ersten deutschen Flugpionier“, wie Schulz ebenso betont. Schließlich war der 84-Jährige, der in Kyritz lebt, fast drei Jahrzehnte lang Leiter des Stöllner Flugplatzes, des dank Lilienthal also ältesten der Welt.

Anlässlich des nun 165. Lilienthal-Geburtstags findet am Pfingstsonntag, 19. Mai, eine Festveranstaltung dort statt. In die Kyritzer Nachbarregion ist dazu auch Heinz Schulz vom Traditionsverein „Otto Lilienthal“ als Ehrengast eingeladen sowie zum „Stammtisch der alten Flieger“. Aber auch viele weitere flugbegeisterte Menschen aus dem Altkreis und der weiteren Gegend dürften dorthin pilgern, wo um 10 Uhr alle Besucher an der ausgestellten berühmten DDR-Maschine IL 62 begrüßt werden. Das Programm setzt sich dann bis 17 Uhr fort. Dabei können Gäste mit verschiedenen Segelflugzeugen sogar selbst in die Luft steigen.

Die Drachenflieger treffen sich an dem Tag dort ebenso wie die Modellflugzeugbauer, die ihre Maschinen vorführen. Es werden auch Traktorrundfahrten angeboten, dazu Ponyreiten und Kutschfahrten und vieles mehr. Vor allem für Kinder wird am Gollenberg also so einiges los sein. Und wer von den Knirpsen es noch nicht wusste, wird spätestens dort über Lilienthal erfahren, was Heinz Schulz im Schlaf zu erzählen weiß: „Seine theoretischen Erkenntnisse und praktischen Erfahrungen waren mit entscheidend für die rasante Entwicklung der Luftfahrt im vorigen Jahrhundert. Bei einem seiner Flugversuche stürzte Otto Lilienthal am 9. August 1896 am Gollenberg ab und erlag am nächsten Tag seinen zugezogenen Verletzungen.“

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